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Haushaltsnahe Dienstleistungen PDF Drucken E-Mail


Frohe Botschaft für alle Nutzer von Eigentumswohnungen.

Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass die Geltendmachung der haushaltsnahen Dienstleistungen aus Gleichheitsgrundsätzen nunmehr auch den Eigentümern in Wohnungseigentumsanlagen möglich ist. Die Revision beim Bundesfinanzhof ist anhängig, jedoch gilt bereits durch das Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums der Finanzen vom 03.11.2006, dass ab sofort jeder Eigentümer bzw. Mieter, bis zu einem Betrag von 600,00 € pro Jahr, haushaltsnahe Dienstleistungen in seiner Steuererklärung geltend machen kann.

Haushaltsnahe Dienstleistungen für Wohnungseigentümer sind:

  • Reinigung und Pflege der gemeinschaftlichen Anlagen, wie Straße, Garten,    Treppenhäuser etc, durch Angestellte eines Dienstleistungsunternehmen
  • Hausmeisterdienste durch Angestellte eines Dienstleistungsunternehmens
  • Handwerkerleistungen und Wartungen an gemeinschaftlichem Eigentum

Handwerkliche Tätigkeiten sind begünstigt, unabhängig davon, ob die Aufwendungen für die einzelnen Massnahmen Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand darstellen. Auch Kontrollaufwendungen wie z.B. die Überprüfung einer Blitzschutzanlage sind begünstigt.

Absetzbar sind jedoch nur die Lohnanteile, die Fahrtkosten und die Gerätegestellungskosten, so dass die Verwalter gehalten sind, diese Kostenanteile einer Rechnung gesondert zu erfassen und auszuweisen.

Wir geben daher alle Rechnungen ohne Ausweis der obigen Anteile an die Handwerker zurück und bitten um eine neue, den Voraussetzungen des § 35a EStG entsprechende Rechnung.

Die Verwalter sind verpflichtet, eine Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt im Rahmen der Jahresabrechnung zu erstellen. Dann entfällt die Vorlage von Belegen gegenüber dem Finanzamt.

Über die weiteren Entscheidungen werden wir Sie hier informieren.